Manchmal sehnt man sich einfach nach guten Nachrichten. Heute gibt es eine, die von Bedeutung sein könnte: Daimler fährt die Kurzarbeit runter und die Produktion hoch. Mindestens für einige Zulieferer dürfte diese Nachricht wirklich Gutes bedeuten. Ambivalent geht es bei Daimler trotzdem zu: während die höchsten Investitionen in Forschung & Entwicklung jemals angekündigt sind, gilt es aus der laufenden Produktion vier Milliarden Euro herauszuholen.
Für alle die Neugeschäft aufbauen wollen, dürfte derweil interessant sein, in welche Felder Daimler investieren wird:alternative Antriebstechnologien und Technologien rund um das Elektroauto stehen mit ganz oben auf der Liste der Branchen, die mit Aufträgen rechnen dürfen. Und bei den anderen Autoherstellern sieht das kaum anders aus. Neben diesen neuen Technologien, kommen auch altbekannte Branchen zu Aufträgen, wenn diese sich den neuen Gegebenheiten anpassen. So wurden bei BMW jüngst zwei neue Pressen in Betrieb genommen, mit denen Leichtbauteile hergestellt werden können. Am Thema „ökologisch sinnvolles Verhalten“ als großem Trend kommt eben niemand vorbei (siehe hierzu auch die Artikel „Zukunftsmärkte 2020“ und „Der Ansoff-Faktor“ in diesem Blog).
Wer nun unterstellt, dass dies eine Ausnahme sein könnte, wird sich durch Nachrichten aus Bayern bzw. Leipzig beruhigen lassen: auch bei BMW sollen demnächst wieder mehr Autos vom Band laufen. Um 21 Prozent soll der Ausstoß in Leipzig gesteigert werden, melden unter anderem die „Finanznachrichten“. Als Aufschwung kann man das kaum intepretieren, aber vielleicht als ein erstes Zeichen dafür, dass nun das echte Ausmaß der Krise sichtbar ist.
Ihr
Holger Zimmermann
Projektmensch.
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